bankkundenblog

Archiv für Juli 2009|Monatsarchiv

Skimming 2.0- Die Gefahr am Geldautomaten

In Allgemeines am 30. Juli 2009 um 11:36

Geld weg? Konto leer geräumt? Aber Sie wissen nicht warum? Vielleicht sind Sie Opfer vom sogenannten Skimming 2.0.

Vorsicht beim Geld abheben am Geldautomaten. Mittlerweile gibt es immer mehr Opfer von manipulierten Geldautomaten. Die Skimming- Technik findet mehr und mehr Beliebtheit in Verbrecherkreisen. Mit dieser Methode versuchen Betrüger schon seit Jahren die Kontodaten von Bankkunden an Geldautomaten auszuspähen. Während das Skimming früher offensichtlich war, kommt jetzt das „Skimming 2.0“.

Bei den Betrügern handelt es sich um organisierte Gruppen, die ahnungslosen Bankkunden das Konto durch das Skimming 2.0. leer räumen. Wo früher noch Kameras an den Geldautomaten eingebaut wurden, sind es nun  dünne, fast  baugleiche Tastaturen, die über den eigentlichen Tasten der Geldautomaten montiert werden. Damit werden die PIN-Zahlen abgefangen. Durch unscheinbare Vorsatzgeräte am Kartenschlitz des Automaten werden dann die weiteren Daten über die EC-Karte ausgespäht.
Die Karten werden danach gefälscht und meistens aus dem Ausland hohe Geldsummen von den Konten abgehoben.

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Finanzberater gesucht? Den richtigen Finanzberater finden

In Allgemeines am 29. Juli 2009 um 09:12

Schlechte Finanzberatung? Massenklage durch die Aktionäre der Hypo Real Estate

Mehrere tausend Aktionäre der Hypo Real Estate haben nun Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Die Kläger wollen 200 Millionen Euro Schadenersatz vom Unternehmen erstreiten.
Die Aktionäre werfen der Hypo Real Estate vor, über den wahren Zustand der mittlerweile  in Deutsche Pfandbriefbank AG umbenannten Bank getäuscht geworden zu sein.

Nach  Berichten der “Süddeutschen Zeitung” wird Ende dieser Woche beim Landgericht München ein Schadensersatzantrag gegen die Hypo Real Estate verhandelt. Die Ansprüche gehen weit über die bisherigen Forderungen anderer Aktionäre hinaus.
Hinter der Klage stehen diverse  Anlegerfonds aus Deutschland und anderen Staaten. Dazu gehören auch Pensionsgesellschaften, die das Vermögen von Anlegern verwalteten, welches als Altersvorsorge für die Anleger gedacht war.

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Diese Daten nutzen bereits viele Medien wie die Bild Zeitung, Börse Online und Focus, um Ihre Leser beispielsweise über die größten Fehler in einem Beratungsgespräch oder die besten Banken in Deutschland zu informieren.

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Zensuren für Banken- So bewerten Kunden ihre Bankberater

In Allgemeines am 28. Juli 2009 um 08:50

Bewertungen gibt es in der Service-Wüste Deutschland viele.
WhoFinance hat die Leistungen deutscher Banken genauer unter die Lupe genommen. Verbraucher bewerteten aktuell 12 Banken im Vergleich und schrieben ihre Erfahrunsgberichte. Zur Grunde lagen hierbei über 4500 Kundenbewertungen nach Empfehlungsbereitschaft, Beratungsqualität, Service und Angebot. Diese wurden dann in Noten übersetzt.
Wie auch in der Bild veröffentlicht schneiden die meisten Banken wie Deutsche Bank, Quirin Bank und Sparkasse durchweg mit „gut“ ab. Eine Drei für „befriedigend“ erhielten die Sparda-Banken, Commerzbank, Postbank und die Berliner Bank.

Die Volksbank-Raiffeisenbank und Hypo Vereinsbank wurden nur mit „ausreichend“ bewertet.

Ein Grund mehr auf unabhängige Kundenmeinungen zu setzen und einen Lichtblick in der Stagnation der Finanzkrise zu sehen. Ein „sehr gut“ wurde von den Verbraucher dagegen nicht vergeben.

Lesen Sie hier die Notenvergabe für die einzelnen Banken.

Ist die Rezession auf dem Weltmarkt besiegt?

In Allgemeines, Bank am 24. Juli 2009 um 09:49

Dax mit Jahreshoch

Die vergangenen Handelstage an der deutschen Börse waren die längsten Gewinnserie seit 2005. Seit Juni dieses Jahres  klettert der DAX im Eiltempo auf ein Jahreshoch. Der Rekordstand von 5247 Punkten ist gleichsam eine Steigerung von 2,5 Prozent.
Der DAX schoss mit einem Plus von 122 Punkten auf einen Jahreshöchststand, der seit November 2008 nicht mehr vom Börsenbarometer notiert wurde.
Grund dafür ist die höhere Ertragsentwicklung in den einzelnen Firmen. Bei Unternehmen wie Ebay, Ford Motor und Deutsche Post sind nach neusten Analysen Umsatzsteigerungen festzustellen.

Index auf dem Weltmarkt

Der amerikanische Dow Jones stand am gestrigen Tag bei über 9000 Stellen zwei Prozent höher als am Tag zuvor. um drei Prozent auf 19.818 Punkte stieg der Hongkonger Hang Seng Index. Experten gehen jetzt davon aus, dass die Gewinnaussichten für dieses und nächstes Jahr als zu niedrig eingeschätzt werden

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Facebook-Virus mutiert: Neue Varianten von Koobface

In Allgemeines, Lifestyle, Online-Community am 23. Juli 2009 um 09:33

Der sich unter anderem über die Social-Network-Angebote von Facebook und MySpace verbreitende Virus Koobface mutiert: Allein im vergangenen Juni hätten Experten mehr als 570 neue Varianten entdeckt.

Das teilt der Anti-Viren-Software-Hersteller Kaspersky Lab in Ingolstadt mit. Ende Juni habe die Zahl der Koobface-Varianten fast 1000 betragen.Der Wurm verbreitet sich über Anwender-Konten und deren Freundeslisten. Dazu versendet er den Experten zufolge Kommentare und Nachrichten, die einen Link zu einer gefälschten YouTube-Seite enthalten und Anwender zum Download einer aktuellen Flash-Player-Version auffordern.

Doch statt des neuen Medien-Players wird dabei Koobface auf den Rechner übertragen. Koobface startet von den befallenen Rechnern aus wieder neue Angriffe. Dabei attackiere Koobface weitere Netzwerk-Seiten wie Hi5, Netlog und Twitter.

Arte-Rerportage aus Nordkorea

In Lifestyle am 23. Juli 2009 um 09:31

Morgens um sieben Uhr fährt ein Lieferwagen durch das fast menschen- und autoleere Pjöngjang. Mit der aufgepflanzten, laut aufheulenden Sirene werden die Menschen in der Hauptstadt geweckt.

Danach ertönen Propagandalieder, die im Tagesverlauf an allen Ecken die Menschen berieseln. Im Reich des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il ist das Leben reguliert. Ausländern ist es nur unter strengen Auflagen genehmigt, im Land zu filmen.

Nicht besser erging es auch einem dreiköpfigen Reporter-Team des deutsch-französischen Kultursenders Arte, das sich im April nach Nordkorea begab, um den Beitrag «Nordkorea: Wo der Stalinismus singt und lacht» zu drehen, der an diesem Samstag (19 Uhr) ausgestrahlt wird. «Nur mit einem geschickt gewählten Vorwand gelang es unseren Reportern, die Einreiseerlaubnis für Nordkorea zu erhalten», heißt es von Arte in der Ankündigung im Internet vielversprechend.

«Sie wollten die Festlichkeiten zum Geburtstag des toten Diktators Kim Il Sung filmen. Dies war ihre Eintrittskarte in den letzten Hort des Stalinismus», textet Arte weiter. Doch den Reportern blieb nichts anderes übrig als unter ständiger Bewachung mehrere Musiker zu interviewen, die anlässlich des Jubeltages rund um den «ewigen Präsidenten» ihre Auftritte hatten. Kritische Fragen waren nicht erlaubt, wird in dem Beitrag erklärt.

Der Personenkult lässt die Nordkoreaner zu Sprech-Masken erstarren. Sie plaudern permanent in die Arte-Kamera, in welchem Maße sie ihren «General», gemeint ist der amtierende Diktator Kim Jong Il, lieben, verehren und was sie ihm alles zu verdanken haben. Bei Arte heißt es über die stichwortgebenden Reporter weiter: «Es gelang ihnen, in der puren Zurschaustellung des Regimes, dessen Irrsinn zu entlarven oder besser: ihn sich selber entlarven zu lassen.»

Eine 24-jährige Nachwuchssängerin preist unter den Porträts beider Führer an der Wand musikalisch den Sohn Kim Jong Il an: «Wir nennen ihn unsere Sonne, unseren General, wir nennen ihn unseren Mond, unseren General.» Später sagt sie: «Es ist, als würde ich vor meinem Vater singen.» Der Konservatoriumsleiter wettert gegen die westliche Musik: «Jazz ist nichts für unseren Geschmack. Unsere Musik ist graziler und gefühlsbetonter.»

Auch eine junge Tänzerin erweist sich als glühende Verehrerin des «Generals», der nach neuesten Berichten unter Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet. Lange erzählt sie von ihrer großen Liebe zum Machthaber. Sie wohnt mit ihrem Mann und dem kleinen Sohn unter einem Dach. Der Junge liegt im Schlafzimmer seiner Eltern. Dabei sind sie schon um eine sozial privilegierte Familie, die mitten im Steinzeitkommunismus eine Hifi-Anlage, einen Fernseher und Parfüm besitzt – alles Geschenke vom «geliebten Führer».

Im Konservatorium fragt die Lehrerin ihre Gesangsschüler: «Hilft es ihnen, beim Singen an Mähdrescher zu denken?» Ein einstimmiges «Ja» ist die Reaktion. Auf einer Botanik-Ausstellung, Pflicht für die Hauptstädter, wachsen zwei verschiedene Blumen: Die Kim Jong Ilae und die Kim Il Sungae. Und auch ein Blick in eine Vorzeigefabrik wird gestattet, in der Videokabel hergestellt werden. Dort sitzt ein musikalisches, in Blaumänner gekleidetes Trio mit Schlagzeug und Gitarre und unterhält die Belegschaft.

Der Film klingt aus mit Bildern zur Gedenkfeier an den «ewigen Präsidenten». Vorm Regierungspalast gibt es sogar noch ein kleines Straßenfest mit linientreuen Tänzerinnen und Tänzern. Um 20.30 Uhr ist Schluss. Die Lampen werden einfach ausgeschaltet.

RTL-Experiment: Life – Das Magazin

In Lifestyle am 23. Juli 2009 um 09:24

Gegenwärtig laufen von Montag bis Freitag im RTL-Programm um 17 Uhr noch Wiederholungen der erfolglosen Actionserie «112 – Sie retten dein Leben».

Doch dieses Kapitel ist mit diesem Montag abgeschlossen. Denn dann beginnt der Kölner Privatsender ein neues Experiment auf dem Sendeplatz, der bislang keine guten Quoten brachte. Die Sendung «Life – Das Magazin» soll zwei Wochen lang laut RTL «Ferienstimmung pur» für die Daheimgebliebenen verbreiten, aber möglicherweise auch neue Zuschauerkreise erschließen.

Moderatorin des Magazins ist Miriam Lange. Sie befasst sich zum Beispiel mit einer Frau, die schon mehrmals durch die Führerscheinprüfung gefallen ist. Jetzt soll der Dame ein «Mental-Coach» helfen. Dann geht es auch um einen beruflich erfolgreichen Single, der bei seiner Brautschau den Umweg über die Mütter der auserwählten Kandidatinnen sucht – «nicht ohne Mutti» heißt das Motto. Ein bisschen Eigenwerbung muss auch sein, denn Lange wirft auch einen Blick hinter die Kulissen von RTL-Serien.

«Die Sendung macht gute Laune, bietet große Gefühle und spannende Geschichten über ganz normale, aber ebenso spannende Menschen», sagt die 29-jährige Lange. «Ich bin auf jeden Fall sehr lebensfroh und kann mich sehr schnell begeistern. Und ich hoffe, dass sich das auch in der Sendung widerspiegelt.» Lange ist selbst ein RTL-Kind. Die gebürtige Frankfurterin absolvierte ein Volontariat bei RTL Hessen, war Wetterfee und präsentiert seit 2007 vertretungsweise unter anderem auch die Magazine «Punkt 6» und «Punkt 9».

Wenn der Versuch mit «Life – Das Magazin» beendet ist, beginnt am 3. August ein neues Kurzzeit-Experiment: Dann strahlt RTL fünf Folgen der Reihe «Die Schulermittler» aus, in der die Sozialarbeiter Thorsten Heck (36) und Sarah Lee (27) nach wahren Geschichten zeigen, wie sie bei Gewalt, Diebstahl und Körperverletzung an Schulen von der Polizei eingesetzt werden und dabei helfen und aufklären können.

Wiedeking fährt davon!

In News am 23. Juli 2009 um 09:09

Bei der gestrigen Vorstandssitzung vom Sportwagenbauer Porsche gab es einschneidende Veränderungen. Wendelin Wiedeking hat seinen Posten des Stuttgarter Fahrzeugunternehmens Porsche verloren. Dafür kassierte er jetzt eine Abfindung von rund 50 Millionen Euro bevor sein Vertag 2012 erst ausgelaufen wäre.
Unter der Leitung von Wiedeking sollte der VW-Konzern durch das sehr viel kleinere Porsche-Unternehmen übernommen werden.

Porsche in der Zukunft

Eine Finanzspritze für den Porsche-Konzern brachte der Geldsegen von Privatanlegern, der für die Rettung des Unternehmens sorgte. Dennoch wird Porsche wohl auf einen Vertragspartner zum Überwinden der Finanzkrise-bedingten Tiefs hinweg zu kommen. Passender Partner für Porsche wäre sicherlich der schon einmal angedachte VW-Konzern für eine gemeinsame Konzerngründung.
Wiedeking steht dennoch auf Wunsch des Aufsichtsrates von Porsche den Unternehmen weiterhin in beratender Funktion zur Verfügung. In Wiedekings Funktion als Vorstandsvorsitzender wird Nachfolger der bisherige Produktionsvorstand Michael Macht.

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Firmenwechsel in den Knast

In Allgemeines am 22. Juli 2009 um 14:10

Firmenwechsel von Firma zu Firma ist nicht ungebräuchlich in der Unternehmerbranche.  Dass dabei auch bei einigen Managern der Wechsel ins Gefängnis gemeint ist, erfährt man normalerweise nur am Rande.

So wandert der ehemalige Credit-Suisse-Broker Julian Tzolov mit Hilfe des FBI hinter schwedische Gardinen. Tzolov war unter Hausarrest gestellt worden, floh aus seinem Domizil vor wenigen Wochen und konnte jetzt erst von der Polizei verhaftet werden. Der Broker muss sich vor einem Geschworenengericht wegen Wertpapierbetrugs verantworten.

Ryan Fong der ehemalige Fonds-Manager bei HSZ Hong Kong muss für 12 Monate in das Gefängnis und eine höhere Bußgeldzahlung leisten. Grund dafür war Insiderhandel im Aktien-geschäft. Zugleich wurde Fongs Partner Allen Lam  für den Insiderhandel mit Media-Partners Aktien im Jahre 2005 zu einer Geldstraße verurteilt.

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Die wichtigsten Fragen bei der Immobilienfinanzierung -Interview mit Detlef Lüder, Thomas Kliem und Stefan Friedland

In Immobilien, Verbraucherwelt am 16. Juli 2009 um 10:21

Detlef Lüder, Thomas Kliem und Stefan Friedland, drei von Deutschlands Top – Finanzberatern, auf WhoFinance von Verbrauchern unabhängig bewertet, geben wichtige und aktuelle Tipps, die Verbraucher bei der Immobilienfinanzierung beachten sollten.

The house in human hands

WhoFinance:
Wie empfehlenswert ist es, in der Krise eine Immobilie zu erwerben?

Detlef Lüder:
„Für Haushalte ist es besonders jetzt empfehlenswert, eine Immobilie zu erwerben, da die Zinsen aktuell mit durchschnittlich 3,75% nominal bei 10 Jahren Zinsfestschreibung besonders günstig sind.“

Thomas Kliem:
„Eine Immobilie ist eine sichere Kapitalanlage. Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Die eigene Immobilie macht einen  unabhängig von einem Vermieter. Die Immobilie ist ein klassischer Sachwert. Auch wenn das Gebäude eine befristete „Lebenszeit“ hat bzw. von Zeit zu Zeit Reparaturen und Modernisierungen notwendig werden, so hat doch der Grund und Boden immer seine Wertbeständigkeit. Im Rahmen einer Risikostreuung und zur Vermeidung der negativen Auswirkungen einer Inflation ist der Erwerb einer Immobilie – gerade in Krisenzeiten – empfehlenswert.“

Stefan Friedland:
„Auf jeden Fall ist es sinnvoll – gerade in Krisenzeiten – eine Immobilie zu erwerben. Voraussetzung ist natürlich eine gute Substanz und Werthaltigkeit. Bei Immobilien handelt es sich schließlich um Sachwerte, die i.d.R. einen geringeren Wertverlust haben. Außerdem haben wir in Deutschland wieder sehr niedrige Zinsen, die bewirken, dass der monatliche Aufwand für die Finanzierung einer Immobilie für viele tragbar ist. Auch die Mieten werden längerfristig nicht auf dem jetzigen Niveau bleiben.“

WhoFinance:
Was sind die aktuellen Risiken bei der Finanzierung einer Immobilie?

Detlef Lüder:
„Die größte Gefahr besteht sicherlich darin, Darlehen auf Dauer nicht bedienen zu können. Gründe dafür liegen meistens in finanziellen Problemen,  langer Krankheit, und Berufsunfähigkeit.“

Thomas Kliem:
„Der Erwerb einer Immobilie ist in den meisten Fällen mit der Aufnahme eines hohen Bankdarlehens und damit einhergehenden Belastungen verbunden. Da die meisten Menschen von ihrem Erwerbseinkommen leben, ist der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Arbeitskraft ein leider häufig unterschätztes Risiko. Vorhandene Absicherungsmöglichkeiten sollten geprüft werden. Ein weiteres Risiko ist es, einen zu hohen Kaufpreis zu bezahlen. Unerfahrene Immobilienkäufer lassen sich leider all zu oft von ihren Gefühlen leiten und verlieren dabei die Realität aus den Augen. Bei Immobilien, die zu Weitervermietung gedacht sind, ist natürlich auch das Leerstandsrisiko zu beachten.“

Stefan Friedland:
„Die Risiken sind glücklicherweise absolut begrenzt. Vor allem, wenn das richtige Verhältnis zwischen verfügbarem Einkommen und monatlichem Aufwand für die Finanzierung gewahrt wird. Als Faustformel gilt, der monatliche Aufwand sollte nicht mehr als 40% des verfügbaren monatlichen Nettoeinkommens betragen. Und selbst für das Risiko einer z.B. späteren Arbeitslosigkeit gibt es derzeit interessante Absicherungsmöglichkeiten.“


WhoFinance:
Was sind die häufigsten Fehler, die bei einer Immobilienfinanzierung gemacht werden?

Detlef Lüder:
„Größter Fehler wäre es, nur die Hausbank oder ausschließlich einseitig und gebundene Berater zu befragen. Auch eine schlechte Vorbereitung über die eigene finanzielle Situation ist ein häufiger Fehler. Verbraucher vergessen oft an die privaten Darlehen oder weitere Vermögenswerte des Haushaltes zu denken.“

Thomas Kliem:
„Manche Immobilienkäufer überschätzen die eigenen finanziellen Möglichkeiten. Es werden daher zu hohe monatliche Verpflichtungen (Ratenzahlung an die Bank) eingegangen. Kommt es unerwartet zu Schicksalsschlägen wie Tod des Partners, schwerer Krankheit oder Arbeitsplatzverlust, stehen diese Immobilienerwerber schnell vor dem Ruin. Gerne werden auch die tatsächlichen Kosten unterschätztz. Neben den Kosten für Grundstück und Haus werden leider gerne die Kosten für Außenanlagen und Anschluss-, Leitungs- oder Erschließungskosten vergessen. Auch der Kauf einer Immobilie ohne Eigenkapital sollte gut überlegt sein. Neben schlechteren Zinsen besteht auch die Gefahr, höhere Schulden zu haben als die Immobilie wert ist.“

Stefan Friedland:
„Nach einer Studie bestätigen 70% aller Neubaukunden, dass der Finanzierungsbedarf nicht ausgereicht hat. Hier werden u.a. sehr häufig entstehende Nebenkosten unterschätzt. Aber auch beim Erwerb von Bestandsimmobilien werden wirklich notwendige Modernisierungsmaßnahmen zu knapp kalkuliert. Außerdem besteht aus Unkenntnis der Materie ein häufiger Fehler das Zinsänderungsrisiko bei geringer Tilgung zu übersehen. Das bedeutet in vielen Fällen, dass nach Ablauf der Zinsbindungszeit unerwartete Belastungssprünge auftreten können.“

WhoFinance:
Welche Vorteile hat es, eine Immobilienfinanzierung nicht über eine Bank, sondern über  einen unabhängigen Berater abzuschließen?

Detlef Lüder:
„Unabhängige und kompetente Berater können Lösungen mit zum Teil Sonderkonditionen und Sondermodalitäten aufgrund Geschäftsvolumen und Netzwerken anbieten. Außerdem haben Sie flexiblere Beratungs- und Besprechungszeiten. Im Vergleich zu einer Bank haben freie Berater ein höheres Interesse am Mitmenschen da dieser im Vordergrund steht als Geschäftspartner und weiterer Empfehlungsgeber und nicht die Bankprodukte als das Maß des Ergebnisses anzusehen.“

Thomas Kliem:
„Ein erfahrener unabhängiger Berater kennt den Markt und kann unter vielen verschiedenen Anbietern für seinen Kunden den geeigneten Finanzierer (Bank, Bausparkasse oder Versicherungsunternehmen) auswählen. Dadurch werden für den Kunden günstige Konditionen erzielt. Ein erfahrener unabhängiger Berater gibt zudem Hinweise und Anregungen, die ein Bankangestellter möglicherweise nicht geben kann oder geben darf. Er ist im Idealfall nicht nur Vermittler, sondern auch Coach.“

Stefan Friedland:
„Nach wie vor, bieten die meisten Banken nur ihre eigenen Produkte an. Gut ausgebildete und unabhängige Berater sind in der Lage Finanzierungsmodelle und Konditionen von z.B. über 70 verschiedenen Banken auszuwählen. Ein freier Berater hat übrigens auch am späten Abend für Beratungen Zeit, wenn die Kinder im Bett sind und teils sogar auch am Wochenende.
Übrigens gibt es in Deutschland bereits ca. 20 unabhängige Berater, die durch den TÜV-Süd das begehrte Zertifikat: „TÜV-geprüfte Immobilienfinanzierung“ verwenden dürfen. Bei dieser Zertifizierung wird die Beratung nach vier Kriterien durchleuchtet:

•    die Qualität der Finanzierungs- und Beratungsprozesse
•    die Qualität der Beratung
•    die Kommunikation mit dem Kunden
•    die Qualifikation der Mitarbeiter.“

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